Deutsches Institut für Marketing
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„Digitales Sponsoring – Integration von Marken im Red Bull Air Race Computerspiel“ – Interview mit Herrn Torsten Sentis

Vor ihrem Auftritt als Speaker auf dem Kölner Marketingtag 2017 bitten wir alle Referenten um ein kurzes Interview. Heute möchten wir Ihnen Torsten Sentis vorstellen. Dieser arbeitet als Berater für projektbezogene Vertriebsunterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen bis hin zum Großkonzern. Neben der Vertriebsberatung und -analyse als Diplom Wirtschaftspsychologe bietet die, von ihm gegründete, Gesellschaft auch die eigenständige Akquise für Unternehmen an. Er wird am neunten Kölner Marketingtag über das Thema „Digitales Sponsoring – Integration von Marken im Red Bull Air Race Computerspiel“ referieren.

  • Ihr Vortrag dreht sich um das Thema Ingame Advertising. Warum interessieren Sie sich selbst dafür?

Als Diplom Wirtschaftspsychologe kann ich meine Neugierde über die Wirkung verschiedener Werbeformate nicht leugnen. Umso schöner, wenn man dann die Möglichkeit hat, bei der Umsetzung neuer Formate maßgeblich beteiligt zu sein und die Prozesse mit zuformen. Das Sportsponsoring ist längst gesetzt und nicht mehr aus dem Profisport wegzudenken. Doch wie wirkt die Werbung, wenn die Verfolgung der Sportart im Focus liegt. Mit dem „digitalen Sponsoring“ ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, denn wir schaffen die Verknüpfung der Emotionalität des Sportsponsorings mit der Reichweite des Online Marketings.

  • Das Motto des diesjährigen Kölner Marketingtags lautet #Digitalisierung. Wie beeinflusst die Digitalisierung Ihren Arbeitsalltag?

Die Digitalisierung im Arbeitsalltag ist mittlerweile Standard – und das nicht nur bei mir im Marketing. Es fängt morgens mit den ersten E-Mails an, wird danach bei der Paketannahme durch den Paketboten „digital ergänzt“, da mir die App die Ankunft des Boten 10 Minuten vorher signalisierte. Mein Drucker war auch so nett und informierte mich über die bald leere schwarze Tintenpatrone und bot mir zeitgleich die Bestellung derselben über verschiedene Webshops an und der digitale Arbeitsalltag endet noch lange nicht am Nachmittag damit, dass mir Xing Kontakte aufgrund meines Netzwerkes empfiehlt, bevor mich die Navigation meines Autos den eigentlich bekannten Weg nach Hause inkl. verschiedener Stauumfahrungs-Optionen anbietet. Kurz: Wie war der Arbeitsalltag noch gleich analog?!

  • Was sind häufige Fehler, die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung begehen? Haben Sie einen Tipp, wie sich diese vermeiden lassen?

Das „Buzzword“ ist ja heute immer noch „big data“, doch kaum ein Unternehmen nutzt diese Datenmengen effizient. Amazon ist ja ein Vorreiter und auch IKEA schafft Mehrwerte mit „big data“. Aber auch nicht immer: Wenn ich mir bei Amazon ein Produkt angeschaut, aber nicht gekauft habe, werde ich teilweise Wochen damit konfrontiert, ja sogar belästigt. Ob Amazon vielleicht nicht in Erwägung zieht, dass man das Produkt auch beim Wettbewerb oder gar im stationären Einzelhandel gekauft hat? Wieso muss man immer den Volltreffer beim Kunden versuchen? Wieso werde ich nicht mit Zubehör zum Produkt informiert, welches ich mir angeschaut habe. Es ist doch ein Leichtes die Klicks zu sammeln und zu gruppieren und wird auch gemacht, aber die Umsetzung auf den Customer Lifecycle und gar auf den Customer Experience Cycle verstehen die wenigsten. Ein positives Beispiel liefert da P&G mit dem Brand Pampers. Der Vorteil liegt aber natürlich darin, dass eine Schwangerschaft und auch die ersten Jahre eines Kindes vorausplanbar sind… Aber es gibt auch Prädiktoren in anderen Lebensbereichen. IKEA geht z.B. davon aus, dass ein Käufer von Wohnzimmerlampen auch bald seine Küche aufpeppen wird… und trifft damit oft ins Schwarze. Kaufe ich bei Amazon 4 Uhren und schicke 3 zurück, bekomme ich 4 Wochen lang Uhren angeboten… teilweise auch dieselbe nun aber reduzierte Uhr, für die ich mich entschieden habe. Ich kann Ihnen dazu umfangreiche Beispiele geben, welche „do’s and dont’s“ immer noch von Unternehmen begangen werden.

  • Welchen anderen Vortrag wollen Sie auf keinen Fall verpassen?

Alle Vorträge sind äußerst interessant und ich kann Sie zu der Auswahl nur beglückwünschen. Aber die Vorträge von Prof. Bernecker und Julian Breuer will ich auf gar keinen Fall verpassen und bin froh, dass diese Themen den Kölner Marketing Tag starten und beenden.

Vielen Dank! Wir freuen uns auf Ihren Vortrag.